Holzarten

Für die Parkettherstellung werden vor allem Hölzer von Laubbäumen, wie Buche, Lärche oder Ahorn verwendet. Wegen ihrer natürlichen Häufigkeit sind sie für den Kunden ökologisch unbedenklich. Hier finden Sie eine kleine Übersicht über Parketthölzer, ihre Eignung und ihre Eigenschaften. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Hölzer, die ebenfalls für Bodenbeläge verwendet werden können.

Eiche

Eichen (botanisch: Quercus) gehören zu den meist sommergrünen Laubhölzern aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Ihr Vorkommen ist weit verbreitet über Europa bis nach Nordamerika und auch Nordafrika oder Kleinasien. Hier dominieren die Stiel- oder Sommereiche (Quercus robur) und die Trauben- oder Wintereiche (Q. petraea) als häufigste Arten. Eichenholz gilt als massiv und haltbar. Das Kernholz in seiner manchmal dunklen Farbe wird für den Möbelbau verwendet. Die Eiche lässt sich zudem gut hobeln und fräsen, Eichenholz ist auch gut zu beizen und zeigt nach der Porenfüllung eine hohe Oberflächengüte. Ein Nachteil der Eiche ist die in ihr vorhandene Gerbsäure, die zu blau-schwarzen Verfärbungen führt. Deshalb sollten für die Verarbeitung nichteisenhaltige Nägel verwendet werden.

Buche

Die Rotbuche (botanisch: Fagus sylvatica), gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Nach der Eiszeit vor ca. 4.500 Jahren wieder eingewandert, ist die Rotbuche in ganz Mitteleuropa heimisch und kann bis zu 300 Jahre alt werden. Das Splint- und das Kernholz unterscheiden sich kaum voneinander und zeigen nach dem Einschnitt eine rötlich-weiße Farbe, die sich mit den Jahren im Kern intensiviert. Um eine einheitliche Farbe zu erzielen, wird das Holz gedämpft. Buchenholz gilt als zäh, wenig elastisch aber als sehr anfällig für Pilze. Es wird daher fast nur im Innenbereich verwendet und ist kaum im Außenbereich zu finden. Die Oberfläche von Buchenholz ist leicht zu bearbeiten und lässt sich gut beizen. Wegen ihrer schönen Maserung wird die Buche auch für Möbelstücke verwendet.

Ahorn

Für die Holzverarbeitung eignet sich vor allem das Holz des Bergahorns, der zu den wertvollsten Edellaubhölzern zählt. Sowohl Kernholz als auch Splintholz sind blass gelblich und kaum voneinander zu unterscheiden. Der Ahorn ist in Europam Nord- und Mittelamerika sowie in Kleinasien weit verbreitet. Bei vorsichtiger Bearbeitung lässt sich Bergahornholz gut verarbeiten. Das mittelschwere, elastische Holz ist gut zu drechseln und beizen, weshalb es oft für das Kunsthandwerk verwendet wird. Allerdings gilt es als nicht besonders haltbar, da es relativ anfällig ist gegenüber Pilz- und Insektenbefall.Ein Nachteil von Ahornholz ist vor allem seine starke Kapillarwirkung. Da das Holz Wasser und andere Flüssigkeiten schnell aufsaugt wird es von manchen Parkettherstellern nicht zur Verlegung auf Fußbodenheizungen freigegeben.

Lärche

Die Lärche (botanisch: Larix decidua) gehört zur Familie der Kiefern und ist ein sommergrüner Nadelbaum und hat ca. 12 verschiedene Unterarten. Das Kern- und das Splintholz unterscheiden sich deutlich in Farbe und Dicke voneinander. Während das Splintholz ca. 1 – 3 cm dick und gelblich ist; ist das Kernholz dagegen rötlich und dunkelt zu dunkelbraun nach. Das Holz der Lärche ist als Bauholz sehr beliebt, da es hart und witterungsbeständig ist und so auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Das Holz lässt sich gut mit Säge, Bohrer oder Hobel bearbeiten. Allerdings ist der natürliche Schutz gegen Pilzbefall nicht dauerhaft.

Kiefer

Die Kiefer (Pinus sylvestris) ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist weltweit verbreitet. Kiefernholz ist mittelschwer und gilt als weniger haltbar. Nach dem Einschnitt läst sich ein deutlicher Farbunterschied zwischen Frühholz, das hellbraun ist, und Spätholz dunkler und rötlichbraun ist, erkennen. Auch die Jahresringe können sehr unterschiedliche Breiten aufweisen. Das Splintholz ist deutlich abgesetzt. Kiefernholz lässt sich gut bearbeiten so lange man das Harz am Holz berücksichtigt und die verwendeten Werkzeuge anschließend reinigt.

Robinie

Die Robinie (Robinia pseudacacia) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Trotz ihrer vielen guten Eigenschaften als Bauholz wird sie in der Forstwirtschaft noch immer kritisch gesehen. Die Robinie wächst schnell und hält auch ungünstigen und widrigen Bedingungen stand und wird so auch oft als Straßenbepflanzung eingesetzt. Das Holz der Robinie ist schwer, hart, zäh, biegsam, elastisch und sehr dauerhaft. Es ist schwer spaltbar, lässt sich schlecht sägen, aber gut drechseln und leimen. Robinienholz ist überdurchschnittlich belastbar und kann so vielseitig eingesetzt werden. Im Außenbereich vor allem für Brücken, Weidezäune und andere stark belastete Flächen eingesetzt, eignet sich Robinienholz im Innenbereich für Parkett, Treppen, Handläufe oder hoch belastete Tische. Auch bietet sie einen guten Ersatz zu Tropenhölzern wie Teak.

Walnuss

Die echte Walnuss (Juglans regia), ein sommergrüner Laubbaum, gehört mit über 20 weiteren Arten zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) und breitete sich von ihrer Ursprungsregion in Südosteuropa und Vorder- und Mittelasien nach Mitteleuropa aus. Das Holz des Nussbaumes ist recht schwer, hart und besitzt gute Fertigungseigenschaften. Das Kernholz des Nussbaums ist unterschiedlich gefärbt, graubraun bis dunkelbraun und zeigt eine typische Streifung, davon ab Vom nur mäßig haltbaren Kernholz deutlich abgesetzt ist das blass – weißliche Splintholz. Walnuss gilt wegen seiner anspruchsvollen Maserungen als Edelholz, es lässt sich gut schnitzen und verarbeiten wirkt stoßdämpfend.Walnussholz wird für Möbel und Musikinstrumente, Treppen, Türen im Innenbereich und auch Fußböden oder Parkett verwendet.

Fichte

Die Fichte (botanisch: Picea Abies) ist ein immergrüner Nadelbaum, gehört zur Familie der Kiefernartigen (Pinaceae) und umfasst ca. 40 Arten. Sie besiedelt neben Mittel- und Südeuropa den Norden von Skandinavien bis Sibirien. Fichtenholz ist cremig-weiß, das Kern- und das Splintholz sind kaum voneinander zu unterscheiden.Fichtenholz ist gut zu verarbeiten, beizen und verleimen sind gut möglich. Besonders beliebt ist Fichtenholz für Musikintrumente. Da Fichtenholz nur bedingt witterungsbeständig ist, ist es für den Außenbereich ungeeignet.

Birne

Die Birne (botanisch: Pyrus Communis) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Rosengewächse. Das Holz der Birne ist überdurchschnittlich schwer, hart und zugleich zäh, weshalb es neben Kirsche und Nuss zu den gefragtesten Holzarten in der Möbeltischlerei zählt. Nach dem Einschnitt ist das Kernholz rötlich braun bis leicht purpurfarben, später dunkelt es zu einer einheitliche Färbung nach und ist vom helleren Splintholz deutlich zu unterscheiden.Aufgrund seiner hohen Formbeständigkeit nutzt man das Holz auch für Zeichen- und Messgeräte, aber auch für Musikinstrumente. Das Kernholz ist wegen seiner mangelnden Wetterbeständigkeit nur für den Innenbereich geeignet.

Kirsche

Die Wildkirsche (botanisch: Prunus Avium), ist ein sommergrüner, laubabwerfender Baum aus der Familie der Rosengewächse, der als Edelholz zu den schönsten und begehrtesten Holzarten der heimischen Nutzhölzer gehört. Heute findet es vor allem als Furnier Anwendung, aber auch bei Vertäfelungen, Leisten, Türen und Parkettböden. Kirschholz ist mittelschwer, hart und zäh und gehört zu den stärker schwindenden Hölzern. Es lässt sich bei sorgfältiger Trocknung leicht verarbeiten.

Esche

Die Esche (Fraxinus Excelsior) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und ist vor allem in Asien, Nordamerika und Nordafrika verbreitet. Eschenholz ist hart, zäh doch dabei elastisch und biegsam und schwindet wenig.So zählt die Esche wegen ihrer hohen Holzqualität zu den Eddelhölzern. Eschenholz wird vor allem für dekorative Schnitzereien, Sportgeräte oder Möbel verwendet. Außerdem findet das Holz Anwendung für Parkett oder Fußbodendielen, Treppenstufen- und geländer und den Bau von Küchen,- Wohn- und Schlafzimmermöbeln sowie Schultischen.

Birke

Die Birke (botanisch: Betula ssp.) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Birkengewächs und kann in bis zu 40 Unterarten eingeteilt werden. Birkenholz hat nach dem Trocknen ein mittleres Gewicht. Kern- und Splintholz lassen keinen Farbunterschied erkennen; es variiert farblich von Weiß bis Hellbraun. Wegen seiner guten Beizbarkeit wird Birkenholz gerne als Zweitholz im Möbelbau genutzt oder gelegentlich auch zur Imitation hochwertigerer Hölzer wie Kirsche oder Nussbaum im Parkettbereich. Da es im Außenbereich keine hohe Haltbarkeit hat, wird es hier nicht angewendet.

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